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Wirtschaftsprüfer wird man,

wenn man ein Hochschulstudium der Wirtschaftswissenschaften, der Rechtswissenschaften, der Technik oder der Landwirtschaft abgeschlossen hat
und mindestens 3 Jahre hauptberuflich eine Prüfungstätigkeit nachweist
und das Wirtschaftsprüferexamen bestanden hat.

Auch mit einem abgeschlossenen Fachhochschulstudium der Wirtschaftswissenschaften oder sogar mit einer mindestens 10-jährigen Tätigkeit als Mitarbeiter eines Wirtschaftsprüfers kann man zum Wirtschaftsprüferexamen zugelassen werden. Es verlängert sich aber als Voraussetzung die Mindestdauer der hauptberuflichen Tätigkeit als Prüfer bei Diplom-Betriebswirten auf 6 bzw. auf 10 Jahre.

Der Wirtschaftsprüfer wird vereidigt.

Der Wirtschaftsprüfer darf sämtliche Tätigkeiten des Steuerberaters ausführen. Zusätzlich darf er betriebswirtschaftliche Prüfungen (insbesondere Jahresabschlussprüfungen) durchführen und Bestätigungsvermerke über das Ergebnis erteilen sowie als öffentlich bestellter Sachverständiger Gutachten erstellen.

Gesetzlich vorgeschriebene Jahresabschlussprüfungen von mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, GmbH etc.) dürfen nur von Wirtschaftsprüfern durchgeführt werden. Gleiches gilt für bestimmte Tätigkeiten als Sachverständiger (z.B. Gutachten zur Unternehmensbewertung).

Der Wirtschaftsprüfer testiert seine Leistungen mit einem Siegel.

Der Wirtschaftsprüfer darf auch als Unternehmensberater sowie als Treuhänder auftreten.

Das Wirtschaftsprüferexamen besteht aus einem schriftlichen Teil mit 7 Klausuren zwischen jeweils 4 - 6 Stunden und einem mündlichen Teil. Es werden die Gebiete

  • Wirtschaftliches Prüfungswesen,
  • Betriebs- und Volkswirtschaft,
  • Wirtschafts- und
  • Steuerrecht

geprüft, wobei Steuerberater nicht mehr im Fach Steuerrecht geprüft werden.

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